VFC 2022 | Pohlenz siegt zum Saisonauftakt! – Verrücktes Rennen geht unter Full-Course-Yellow zu Ende

Reading Time: 4 minutes

Schon das neue Qualy-System wusste zu begeistern. Angelehnt an das bekannte Stufenqualifying traten in der ersten Session die Piloten im Kampf um die Top-10 an. Anschließend machten Letztere untereinander in der zweiten Session die Pole aus. Bereits in Q1 deutete sich schon ein enger Rennabend an. So lagen zwischen dem erstplatzierten Jannis Wollborn (Cesario) und Leif Nordic (Saldo) als 23. nur 1,7 Sekunden Abstand. Die ersten 10 agierten dabei sogar innerhalb eines 0,5 Sekunden Deltas. Dementsprechend spannend gestaltete sich im Anschluss der Kampf um die Pole-Position. Diesen entschied letztlich etwas überraschend Clipper Pilot Pascal Pohlenz für sich, welcher knapp vor Cooper McAllister (Cliffort) und dem Überraschungsmann Alexander Kraft (Manziel) landete. Favorit und Weltmeister Wollborn musste sich mit Rang vier knapp geschlagen geben.




Entgegen einiger Befürchtungen im Vorfeld blieb es auch zum Rennen an diesem Abend trocken. Ein Umstand der einige Piloten gefreut haben dürfte. Nach einer kuriosen Startphase mit den ersten beiden Full-Course-Yellow Phasen in den Anfangsrunden beruhigte sich der Grand Prix in der Folge etwas und es war bereits abzusehen, dass Jannis Wollborn und Pascal Pohlenz den Kampf um den ersten Saisonsieg unter sich ausmachen würden. Besonders bitter verlief die erste Runde dabei für Gino Gaggiano (SCMM) und das Volksmobil Team. Nach einer Kollision zwischen Marc Schlüter (Russia) und Jan Winter (Cesario) in Kurve eins verloren in einer Kettenreaktion einige Piloten den Frontflügel. Dazu gehörte auch der Italiener Gaggiano, welcher in Kurve vier auf die Außenbahn auwich, der folgende D2 Meister Jörn Dicks reagierte zu spät und fuhr dem SCMM auf. Das umgehende Aus war die Folge. Auch im Laufe des Rennens kam es immer wieder zu Zwischenfällen und so mussten auch unter anderem Jan Winter, Alexander Rütt (Clipper), Sebastian Steinhauer (Manziel) oder Daniel Bentenrieder (Beta Guilia) ihre Rennen beenden.




Unter anderem durch eine 3 Sekunden Strafe aus der Full-Course-Yellow Phase für Jannis Wollborn wurde dann der Kampf um den Sieg entschieden. Pohlenz überholte den Cesario dadurch während des letzten Boxenstopps nach einem zuvor tollen Fight und gab die Führung anschließend nicht mehr her. Derweil eskalierte der Kampf um den letzten Podestplatz. Durch eine alternative Strategie kam überraschend Sven Schubert im Newman im letzten Stint nach vorne und verteidigte das Podium gegen den wesentlich schnelleren herannahenden Cooper McAllister. Der Australier biss sich erst die Zähne am hart verteidigenden Newman Fahrer aus, ehe es drei Runden vor dem Ende in Kurve 1 zum Unfall kam. Schubert bremste spät rutschte auf den abgefahrenen Reifen weit aus der Kurve und verhagte sich mit dem Cliffort. Schubert verlor dabei das rechte Hinterrad und stand so am Ende bedingt durch aggressives Verteidigen mit leeren Händen da. Der lachende Dritte war Alexander Kraft, welcher ein sensationelles Podium für Manziel holte. Das erste in der Königsklasse für Carter und Co.


Autor: Julian Kopp


Die WM-Stände:


  



Quelle: GlobalSimracingOrganisation