VFC 2022 - San Marino GP | Zweiter Sieg für Pohlenz! - VM und Cliffort erleben schwarzen Abend

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In der Qualifikation ging es zuvor schon etwas entspannter los als bei den bisherigen drei Grand Prix. Zwar waren auch dieses Mal die Abstände wieder erfreulich gering, großes Hin und Her blieb aber in der Menge größtenteils aus. Stark präsentierten sich schon in der ersten Qualy Session die beiden Newman Piloten. Sowohl David Jundt als auch Sven Schubert qualifizierten sich mit den Plätzen vier und sechs für die zweite Session. Fabian Walter (Falcon) gelang im allerletzten Versuch zumindest der Sprung auf Rang zehn. Leidtragender war der Rinaldi Fahrer Philipp Puschke, welcher zu seinem zweiten VFC Grand Prix nun als Stammfahrer im neuen Wagen antrat. Die Pole-Position machten aber andere unter sich aus.



Der entscheidende Shot war am Ende vor allem Teamwork. Nachdem Cooper McAllister bereits in Q1 dem Teamkollegen Yannik Barwig Windschatten gespendet hatte, revanchierte sich der Cliffort Pilot und sorgte für eine klare Bestzeit des Australiers McAllister. 1,5 Zehntel dahinter landete der ebenfalls starke Alexander Kraft (Manziel), gefolgt von den WM-Führenden Pascal Pohlenz (Clipper) und Jannis Wollborn (Cesario). Damit war es bereits der vierte Polesetter im vierten Rennen.


Der Rennstart war vor allem erst einmal von Pech und Blech geprägt. Nach einem missglückten Startversuch musste der Grand Prix noch einmal neu gestartet werden. Nachdem das Feld anschließend gut durch die erste Schikane gekommen war krachte es dafür in der Villeneuve Schikane. Sven Schubert (Newman) fuhr Daniel Bentenrieder (Cesario) auf und verursachte so im Mittelfeld eine komplette Kettenreaktion. Die Folgen waren mit Philipp Puscke (Rinaldi) und Jörn Dicks (VM) zwei Ausfälle nach der ersten Runde. Sowie einige beschädigte Autos, welche repariert werden mussten. Die Rennleitung rief eine Safety-Car Phase aus. Besonders bitter war der Start auch für Buttler-Pal Pilot Heiko Kolvenbach. Der Deutsche startete nach guter Qualy zu früh und musste so seinen starken fünften Platz hergeben. Kolvenbach wurde daraufhin ans Ende des Feldes gespült. Kämpfte über den Abend mit eigenen Fehlern.



Schnell stellte sich heraus, dass auch Cliffort Pilot Cooper McAllister vom Pech verfolgt war. Das Gaspedal des Australiers drückte nicht richtig durch. Später weiteten sich die Probleme aus. Dadurch wurde er in kurzer Zeit durch das Feld gereicht, da die Konkurrenz auf der Geraden einfach vorbei fahren konnte. Irgendwann stellte er erst ab und kam ohne weitere technische Probleme wieder zurück ins Rennen. Mit mehreren Runden Rückstand hatte der Weltmeister aber keine Chance mehr auf Zählbares.


Als hätte dieser Dämpfer Teamchef Dominic Röhken nicht schon genug geschmerzt fiel in der Folge auch Barwig mit einem Disconnect aus. Auch er kam später zurück und beendete das Rennen für die Entwicklungspunkte. Mit dem Nuller fällt man aber erstmals etwas klarer hinter Clipper Motorsport in der Team-WM zurück. Bei Volksmobil lief es indes nicht viel besser. Nach dem Ausfall des D2 Meisters Jörn Dicks warf Alexander Hess später durch eigene Fehler einen Top-10 Platz weg. Nach einer Boxenstrafe und Drehern stellte der Rookie schließlich frustriert den Wagen in der Box ab. Damit bleibt das Team von Peter Andrews mit einem Punkt weiter hinter den Erwartungen. An der Spitze wagte man unterdessen von der Pace Jannis Wollborn und Alexander Kraft als Siegkandidaten auszurufen. Das restliche Feld konnte die Zeiten der beiden nicht konstant gehen.



Dennoch sollten am Ende weder Wollborn noch Kraft den goldenen Pokal mit nach Hause nehmen. Nach einem Unfall vom glücklosen Daniel Bentenrieder (Cesario) wurde von der Rennleitung eine Full-Course-Yellow Phase mitten im Boxenstoppfenster ausgerufen. Das sorgte für Jubel bei Clipper Motorsport. Sowohl der bis dato unauffällige Pascal Pohlenz als auch Teamkollege Alexander Rütt führten zu diesem Zeitpunkt, hatten ihren Stopp im Gegensatz zu Wollborn und Kraft noch nicht abgesessen. Diese Führung sollte Pascal Pohlenz anschließend auch nicht mehr hergeben.


Zwar halbierte Alexander Kraft den Rückstand auf knapp 9 Sekunden, am Ende stand aber der zweite Saisonsieg für Pascal Pohlenz. Jannis Wollborn komplettierte das Podium vor einem an diesem Abend starken Marc Schlüter, welcher auch mit Hilfe der Full-Course Yellow Phase von ganz hinten auf Rang vier fuhr. Ein Happy-End feierte auch Alexander Rütt, welcher letztlich hinter David Jundt (Newman) Sechster wurde und erstmals seit Belgien 2021 wieder Punkte in der VFC holte. Dass sich Konstanz auszahlt zeigten auch die Equipo Saldo Fahrer. Sowohl Fabian Jungbluth (P10) als auch Leif Nordic (P12) fuhren wieder in die Punkte.


Autor: Julian Kopp


Die komplette Wiederholung des San Marino GP findest du hier:



Das komplette Rennergebnis des San Marino GP:



Der WM-Stand nach dem San Marino GP:





Quelle: GlobalSimracingOrganisation