SMS | Kommt das Ende für die Konsole noch vor dem Release ?

Die Slightly Mad Studios haben vor einigen Monaten eine eigene Konsole angekündigt, die Mad Box heißen sollte. Da es Probleme mit dem Markenschutz gab, scheint sich das Unternehmen nach einer anderen Namensgebung umschauen zu müssen. Aber auch die Finanzierung der Hardware läuft nicht wie gewünscht.


Es scheint, dass die Ankündigung des Google-Streaming-Dienstes Stadia einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft der neuen Konsole hat. Der Online-Marketing-Direktor Nathan Bell räumte in einem Gespräch mit PCGamesInsider.biz ein, dass die Enthüllung von Stadia bei den Investoren nicht besonders gut ankam. Zwei Interessenten haben sich nach der Stadia-Ankündigung zurückgezogen.


Wie viele Geldgeber übrig geblieben sind, ist nicht bekannt. Aber laut Bell hat die Ankündigung von Google einen großen Einfluss auf die Zukunftspläne und könnte auch die Spieleindustrie im Allgemeinen verändern.


„Googles Ankündigung von Stadia hat dem Projekt in Bezug auf unsere Investoren nicht geholfen“, so Bell. „Wir hatten einige solide Investitionen, aber Google sagte, dass ‚die Zukunft des Gamings nicht in einer Box‘ liegt. Damit haben sie uns keinen Gefallen getan. Zwei Investoren haben sich nach der Ankündigung von Stadia zurückgezogen. Ich kann zu diesem Zeitpunkt nur sagen, dass die Zukunft des Projekts fraglich ist.“


Die „Mad Box“ stieß schon im Zuge der Ankündigung auf reichlich Skepsis, zumal Slightly Mad mit der Konsole in den Highend-Bereich vorstoßen, die Hardware aber gleichzeitig zu einem konkurrenzfähigen Preis auf den Markt bringen möchte. Erscheinen soll die „Mad Box“ – oder wie sie auch heißen mag – erst in drei Jahren. Zu diesem Zeitpunkt dürften längst die PS5 und die neue Xbox den Next-Gen-Markt dominieren.