VFC 2022 | Monaco GP - Wollborn holt sich erneut die Krone! - Sensationelles Podium für Razor GP!

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Einen sehr wichtigen Stellenwert hatte dabei natürlich auch wie gewohnt die vorgeschaltete Qualy. Gerade in den engen Gassen mit fehlenden Überholmöglichkeiten kann der Startplatz schon mehr als die halbe Miete sein. Hier zeigte sich bereits in der ersten Session, dass der Platz an der Spitze hart umkämpft innerhalb der Top-5 sein dürfte. Die größte Überraschung war aber Roy Seifert gewesen. Der Ersatzfahrer für Equipo Saldo fuhr bereits in der ersten Session überraschend auf Rang 10, nur um sich anschließend Platz 8 in der Startaufstellung zu sichern. Für den gestandenen VFC-Teamkollegen Fabian Jungbluth eine kleine Watsche, da dieser lediglich Platz 18 erreichte. In der zweiten Session stach vor allem Alexander Kraft heraus, welcher den Großteil der Zeit Platz eins bekleidete und letztlich auch inne behielt. Den Konkurrenten Marc Schlüter und Jannis Wollborn gelang keine perfekte Runde und so mussten sie sich dahinter einreihen.



Nachdem die Fahrer in den letzten Jahren die erste Kurve weitestgehend glimpflich überstanden krachte es in der diesjährigen Ausgabe massiv. Beim Überholmanöver von Sven Schubert (Newman) gegen Philipp Puschke (Rinaldi) kam es zur Kettenreaktion da Schubert den rechts überholwilligen Cooper McAllister (Cliffort) traf und ein Rad verlor. Zwar wurden auch dahinter weitere Piloten Opfer dieses Dominoeffektes wie z.B. Daniel Bentenrieder (Cesario) oder auch Roy Seifert (Manziel), aber da Schubert geistes-gegenwärtig den Wagen abstellte wurde ein großer Massencrash verhindert.


Nachdem der Grand Prix wieder freigegeben wurde fuhr sich das Feld erst einmal ein. Überholmanöver blieben erwartungsgemäß Mangelware und wenn jemand mal die Brechstange rausholte endete es gerne mal in einem Unfall. Aber auch so kam es zu Zwischenfällen. Der im Rennen glücklose Roy Seifert verlor vor der Tabac Kurve den Wagen und nahm unglücklich noch Daniel Bentenrieder mit. Während der Saldo Pilot direkt ausschied musste Bentenrieder später bei der Reparatur an der Box abstellen. Die zweite SC-Phase wurde angekündigt. Diese nutzte der Führende Alexander Kraft (Manziel) um einen Stop zu absolvieren, was sich letztlich als die falsche Entscheidung herausstellen sollte. Dadurch geriet der Manziel Pilot ins Mittelfeld, während die Konkurrenz vorne versuchte ihren Stint so lange wie möglich zu ziehen um letztlich einen Stopp zu absolvieren.



So kam nach den Stopps die Führung zurück zu Manziel GP, welche zeitweise sogar eine Doppelführung war. Durch den frühen ersten Stopp erwartete man bei Kraft und Meschede jedoch noch einen zweiten Besuch in der Boxengasse. Der kam letztlich in Runde 36 als nach einem Unfall von Tim Hauck (Rinaldi) abermals Safety-Car ausgerufen wurde. Zu diesem Zeitpunkt versprach der Datenmonitor eine knappe Entscheidung gegen Kontrahent Jannis Wollborn, welcher dann aber um wenige Sekundenbruchteile vor den Manziel kam. Dennoch sollte es nicht die letzte Unterbrechung bleiben. Im Mittelfeld krachte es im Kampf um die letzten Punkte zwischen VM Pilot Jörn Dicks und Rinaldi Fahrer Philipp Puschke. Beide mussten danach den Wagen abstellen.


Das große Chaos wie in den letzten Jahren blieb aber aus, als die Rennleitung den GP wenige Runden vor Schluss noch einmal freigab. Jannis Wollborn brachte an der Spitze den verdienten Sieg vor Alexander Kraft (Manziel) nach Hause. Dahinter schaffte Bastian Paisler etwas was ihm wohl niemand zugetraut hätte. In einem fast Alienhaft anmutenen Stint gelang es dem Razor Piloten auf völlig abgefahrenen Reifen seinen dritten Platz gegen Marc Schlüter und Heiko Kolvenbach zu verteidigen. Ein Ergebnis über das sich Paisler später sehr stolz und glücklich äußerte. Auch Kolvenbachs Teamkollege durfte sich noch einmal freuen. Als Alexander Hess (VM) auf Platz 12 liegend hinter Alexander Rütt (Clipper) den Wagen überbremste und sich so in der letzten Runde drehte, profitierte Alex Woitala und holte seinen ersten VFC Punkt der laufenden Saison.


Autor: Julian Kopp



Das komplette Rennergebnis:



Der aktuelle WM-Stand:


  



Quelle: GlobalSimracingOrganisation