R3E | RaceRoom bestätigt, dass Ford- und Peugeot-Legenden der Super-Touring-Klasse in Entwicklung sind
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thedoctor -
31. Juli 2026 um 13:14 -
- Ankündigung
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Im Bereich offiziell lizenzierter Super-Touring-Rennwagen verfügt RaceRoom bereits über einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Dieser soll im Laufe des Jahres durch die Aufnahme von zwei weiteren Modellen weiter ausgebaut werden.
Die Entwicklung des Ford Mondeo und des Peugeot 406 wurde bestätigt; zudem sind bereits Bilder aus der Entwicklungsphase veröffentlicht worden.
Der Ford Mondeo unterschied sich innerhalb der Tourenwagen-Ära der 1990er-Jahre insbesondere durch seinen V6-Motor von den übrigen Fahrzeugen. Dies erforderte seitens des britischen Unternehmens Prodrive verschiedene technische Anpassungen, um den Schwerpunkt abzusenken und die Gewichtsverteilung zu optimieren.
Das gezeigte Fahrzeug gehört zu den späteren und deutlich konkurrenzfähigeren Mondeo-Ausführungen. Es handelt sich dabei um ein Modell aus den Jahren 1999 oder 2000. Erkennbar ist dies nicht nur an den geschwungenen Scheinwerfern, sondern auch an der wesentlich breiteren Spurweite sowie den enger anliegenden vorderen Kotflügeln im Vergleich zu den Varianten von 1997 und 1998.
Während Ford im Jahr 2000 schließlich den Titel in der British Touring Car Championship gewann, blieb dem Peugeot ein vergleichbarer Erfolg in dieser Rennserie verwehrt. Der 406 konnte dort keinen einzigen Rennsieg erzielen.
In Deutschland stellte sich die Situation hingegen anders dar: Laurent Aïello trat mit dem Peugeot 406 in der STW gegen die etablierten deutschen Hersteller an und sicherte sich 1997 den Meistertitel. Darüber hinaus wurde er 1998 Vizemeister und belegte 1996 den dritten Gesamtrang. Damit war er mit deutlichem Abstand der erfolgreichste Fahrer eines Peugeot 406.
Aïello wechselte 1999 in die BTCC zu Nissan. Der Nissan Primera wird jedoch voraussichtlich nicht kurzfristig in RaceRoom erscheinen.
„Das einzige Fahrzeug, das wir derzeit nicht verfolgen, ist der Nissan Primera, da keine Möglichkeit bestand, eine Lizenzvereinbarung mit Nissan abzuschließen“, erklärte Christian Wacker-Baur, Director of Strategy and Sales bei RaceRoom.
Er bestätigte zudem, dass der Mondeo durch einen neuen Lizenzvertrag mit Ford ermöglicht wurde. Dieser umfasst ebenfalls den Mustang GT3, der am 4. August gemeinsam mit drei weiteren DTM-Modellen für die Plattform veröffentlicht werden soll.
Mit den beiden zusätzlichen Super-Touring-Fahrzeugen wächst der Fuhrpark auf insgesamt zehn Modelle an, darunter der Alfa Romeo 156, der Opel Vectra und der Volvo S40. Die Veröffentlichung der neuen Modelle ist „in naher Zukunft“ vorgesehen.
Historische Fahrzeuge, Rennstrecken und möglicherweise Formel 1
Nach der Bestätigung dieser beiden Modelle gab Wacker-Baur auch einen Ausblick auf weitere geplante Inhalte für RaceRoom.
„Der NSU TT ist ein kleiner Rennwagen, der in RaceRoom sehr beliebt ist, bislang jedoch ein Einzelmodell darstellt“, erklärte er.
„Wir arbeiten an zwei kleinen ‚Brüdern‘ für dieses Fahrzeug, damit es nicht allein bleibt. In naher Zukunft werden wir in der Lage sein, eine Fahrzeugklasse rund um den NSU TT zu schaffen.“
Der kompakte Rennwagen mit Heckmotor stammt aus den 1960er-Jahren. Dies deutet darauf hin, dass zwei weitere Kleinwagenmodelle aus derselben Epoche geplant sind.
Darüber hinaus kündigte Wacker-Baur für Dezember ein umfangreiches Nürburgring-Update an. Dieses soll Lackierungen des jüngsten 24-Stunden-Rennens sowie „zwei oder drei“ neue Fahrzeuge aus dieser Veranstaltung umfassen.
Auch „Cup“-Fahrzeuge für Markenmeisterschaften mit einer „französischen Flagge“ befinden sich in Vorbereitung. Konkrete Modelle oder Hersteller wurden nicht genannt. Der Alpine A110 Cup kommt jedoch nicht infrage, da dieser bereits zu Beginn des Jahres kostenlos ergänzt wurde.
Auch Inhalte aus der Formel 1 könnten künftig eine Rolle spielen.
„Es besteht eine geringe Chance, dass wir das Thema Formel 1 in RaceRoom aufgreifen können“, sagte Wacker-Baur.
„Ich kann dazu noch nicht viele Details nennen, aber möglicherweise besteht die Chance, dass wir ein Fahrzeug erhalten.
Das wäre ausgesprochen interessant, und ich bin überzeugt, dass ein Formel-1-Erlebnis in RaceRoom eine große Bereicherung darstellen würde.“
Backend-Systeme und Multiplayer-Meisterschaften
Im Zuge derselben Ankündigungen wurde bekannt, dass automatisierte Multiplayer-Serien und Meisterschaften entwickelt werden. Dabei sollen Punkte über mehrere Ranglistenrennen hinweg erfasst und ausgewertet werden.
Zusätzlich entsteht ein neues Backend-System. Auch wenn dieses auf den ersten Blick weniger spektakulär erscheint, soll es umfassende Verbesserungen am Frontend für Sim-Racer ermöglichen. Dazu könnten beispielsweise eine Fahrschule oder Einzelspieler-Events mit vordefinierten Einstellungen gehören, bei denen Nutzer unmittelbar eine vorbereitete Rennkonfiguration auswählen können.
„Man kann einfach darauf klicken und erhält sofort eine Rennkonfiguration, die aus unserer Sicht eine unterhaltsame Kombination bietet“, erläuterte Jean-Francois Chardon, Leiter von KW Studios.