R3E | Das wichtigste rund um das „größte Update aller Zeiten“ von RaceRoom findet ihr hier zum nachlesen
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thedoctor -
17. Oktober 2026 um 18:15 -
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Der RaceRoom-Entwickler KW Studios hat Einzelheiten zu seinem bisher umfangreichsten Update veröffentlicht. Dieses umfasst neue Inhalte, Verbesserungen für die virtuelle Realität sowie eine umfassende Überarbeitung der Benutzeroberfläche.
KW Studios stellte die Details im Rahmen eines „Grid Talk“-Vlogs auf dem YouTube-Kanal von RaceRoom vor. Jean-François Chardon, Studioleiter bei KW, und Christian Wacker-Baur, Leiter für Strategie und Vertrieb, erläuterten dabei die geplanten Verbesserungen. Die Veröffentlichung des Updates ist für den 20. Oktober vorgesehen.
Das als „Historic Update 2026“ bezeichnete Paket konzentriert sich erwartungsgemäß auf historische Fahrzeuge und Rennstrecken. Von besonderer Bedeutung für die Zukunft der Simulation dürften jedoch vor allem die technischen Änderungen im Hintergrund sein. Darüber hinaus wird RaceRoom auf der SimRacing Expo Frankfurt eine ausführliche Live-Präsentation des Updates auf der Bühne veranstalten. Eintrittskarten sind weiterhin erhältlich.
Neue Fahrzeuge
Peugeot 406 Super Touring 1998
Der Peugeot 406 aus dem Jahr 1998, der bereits gemeinsam mit dem weiter unten vorgestellten Ford Mondeo angekündigt wurde, blickt auf eine wechselhafte Karriere in der Super-Touring-Ära zurück.
Aufgrund der begrenzten Investitionen in das britische Werksteam waren Erfolge in der BTCC nur schwer zu erzielen. In der deutschen STW-Meisterschaft konnte der 406 dagegen große Erfolge feiern. Laurent Aïello kämpfte dort regelmäßig an der Spitze gegen die Werksteams von Audi, BMW und Opel.
Der Franzose gewann 1997 den Titel und wurde mit dem Fahrzeug aus dem Jahr 1998 Vizemeister. Enthalten sind Lackierungen aus der BTCC, der STW und dem Championnat de France de Supertourisme – darunter auch die gold-grüne Esso-Ultron-Lackierung aus der BTCC.
Ford Mondeo Super Touring
Der Ford Mondeo von 1999 war der Vorläufer des wohl ausgereiftesten Super-Tourenwagens. Das von Prodrive entwickelte BTCC-Topteam mit Anthony Reid, Alain Menu und Rickard Rydell dominierte die Meisterschaft 2000, kurz bevor die Super-Touring-Ära in Großbritannien endete. Möglich wurde dies durch ein außerordentlich hohes Budget von rund 15 Millionen Pfund.
Das Fahrzeug von Reid und Menu aus dem Jahr 1999 war zwar weniger erfolgreich, erzielte jedoch mehrere Podiumsplatzierungen und einen Sieg in Knockhill. Die Lackierungen stammen aus den Saisons 1998 und 2000, weshalb auch Nigel Mansell, Will Hoy und Rydell vertreten sind. Besonders hervorzuheben ist der charakteristische V6-Sound, der weiterhin enthalten ist.
Mit dem Mondeo und dem 406 wird die Super-Touring-Klasse von RaceRoom künftig zehn Modelle umfassen. Dazu gehören außerdem der Alfa Romeo 156, der Audi A4, der BMW 320i E36, der Honda Accord, der Renault Laguna, der Volvo 850, der Volvo S40 und der Opel Vectra.
Abarth 1000 TCR
Beim neuen Fahrzeug handelt es sich tatsächlich um den Abarth 1000 TCR. Er ergänzt den bereits enthaltenen NSU TTS und den Volkswagen Scirocco in der wachsenden Gruppe-2-Klasse.
Sein auffälligstes Merkmal ist nicht die Kombination aus Heckmotor und Hinterradantrieb, sondern die dauerhaft geöffnete Motorhaube. Diese soll offenbar einen gewissen Abtrieb erzeugt haben und zugleich dazu beigetragen haben, die außergewöhnlich hohen Motortemperaturen zu reduzieren.
Mini Cooper S Mk3
Der Mini Cooper S bedarf eigentlich keiner ausführlichen Vorstellung, soll an dieser Stelle jedoch dennoch erwähnt werden.
Die Produktion der dritten Generation begann 1970. Das Modell stellt eine weiterentwickelte Variante des klassischen Designs von Sir Alec Issigonis dar. Mit Frontantrieb und einem Vierzylindermotor mit 1.275 cm³ Hubraum konnte der kompakte Mini im internationalen Motorsport regelmäßig Fahrzeuge deutlich höherer Leistungsklassen herausfordern – insbesondere bei schwierigen Wetterbedingungen.
Auch dieses Fahrzeug wird in RaceRoom der Gruppe 2 zugeordnet.
Neue Rennstrecken
Circuit de Spa-Francorchamps 1995
Die Version des Circuit de Spa-Francorchamps aus dem Jahr 1995 umfasst sowohl die Grand-Prix- als auch die Langstreckenvariante. Letztere ist für Starterfelder mit bis zu 99 Fahrzeugen ausgelegt.
Abgesehen von der früheren „Bus-Stop“-Schikane ähnelt die historische Strecke der heutigen Konfiguration. Aufgrund der kleineren Auslaufzonen bietet sie jedoch deutlich weniger Raum für Fahrfehler und verfügt über mehr Leitplanken.
Laguna Seca Historic
RaceRoom verfügt bereits über die moderne Streckenführung von Laguna Seca. Nach einer vorübergehenden Verzögerung bei der Lizenzierung ergänzt KW Studios nun auch eine historische Konfiguration aus den 1980er-Jahren.
Die ältere Variante ist vermutlich anspruchsvoller. Die Runde beginnt mit einem schnellen Abschnitt, der bis zur „Corkscrew“-Kurve bergauf führt, bevor die Strecke einem Verlauf folgt, der Motorsportfans aus der modernen Version bekannt ist.
Fliegerhorst Wunstorf
Beim Fliegerhorst Wunstorf handelt es sich um eine klassische deutsche Flugplatzrennstrecke, auf der in den 1980er- und 1990er-Jahren Rennen der DTM und STW ausgetragen wurden.
Die auf dem Luftwaffenstützpunkt Wunstorf gelegene Strecke weist optisch und fahrerisch Ähnlichkeiten mit der bereits in RaceRoom enthaltenen Strecke in Diepholz auf. Dort fanden zwischen 1964 und 1998 Rennen statt. Auf der ansonsten flachen und übersichtlichen Strecke stellen vor allem Bodenwellen und Randsteine die größten Herausforderungen dar.
Glasbachrennen
Auch die deutsche Bergrennstrecke Glasbachrennen wird in den Simulator integriert und bietet eine alternative Punkt-zu-Punkt-Herausforderung.
Die 5,3 Kilometer lange Strecke führt durch Bad Liebenstein und wurde zuletzt beim FIA Esports European Hill Climb Cup in Luxemburg eingesetzt. Darüber hinaus ist sie Bestandteil der realen FIA-Bergrenn-Europameisterschaft.
Technische Änderungen
Mit dem für den 20. Oktober angekündigten Update erhalten RaceRoom-Spieler eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Die Spielmenüs sollen übersichtlicher und intuitiver gestaltet werden. Da das bisherige System nach Aktualisierungen häufig fehleranfällig war, dürfte die neue Version deutlich stabiler ausfallen. Zudem kann die Benutzeroberfläche künftig auch mit einem Gamepad bedient werden.
Auch das Force Feedback wurde angepasst. KW Studios hat dafür das Servolenkungssystem der Simulation überarbeitet. Darüber hinaus wurden die Ladezeiten verkürzt, da die Berechnung der KI-Physik nun auf mehrere CPU-Kerne verteilt wird. Die VR-Leistung profitiert außerdem von der zusätzlichen Unterstützung für OpenXR.
Zu den weiteren Neuerungen zählen ein manuelles Verfahren für fliegende Starts sowie die Rückkehr detaillierter Fahrerstatistiken. Außerdem wird die erste Stufe eines „RaceRoom Achievements“-Systems eingeführt.
Verbesserungen bei Force Feedback, Handling und Physik
Das Reifenkontaktmodell der Simulation wurde überarbeitet. Dadurch sollen das Verhalten beim Überfahren von Randsteinen besser vorhersehbar und die Rückmeldungen des Force Feedbacks präziser werden. Darüber hinaus wurden weitere Änderungen an der technischen Grundlage vorgenommen, damit die Physik-Aktualisierungsrate von 400 Hz auch bei größeren KI-Starterfeldern konstant gehalten werden kann.
Die Kommunikation mit dem Lenkrad wurde ebenfalls vereinfacht. Künftig wird nur noch ein DirectInput-Effekt für das Lenkrad verwendet, womit RaceRoom in diesem Bereich zu vielen Konkurrenzprodukten aufschließt.
Der ausgeprägte Gyro-Effekt der Simulation wurde ebenfalls neu berechnet. Dabei werden motorgetriebene hydraulische, elektrohydraulische und vollelektrische Servolenkungssysteme berücksichtigt. Zusätzlich werden verschiedene Arten von Lenkgetrieben simuliert – von Schneckengetrieben bis hin zu modernen Rennsystemen.
Nach Veröffentlichung des Updates steht außerdem ein Schieberegler für die Gyro-Dämpfung zur Verfügung. Diese Einstellung verstärkt den bereits vorhandenen gyroskopischen Stabilisierungseffekt und soll dadurch Schwingungen auf Geraden reduzieren.
Redaktionelle Angaben
Quellen